Die Pfalz-Mama

Ein Mama-Blog von Carmen Bartholomä
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Elterngeld wo bist du?

Gerade haben wir die Berechnung des Elterngeldes für die Elternzeit für das zweite Kind bekommen und sind ein wenig geschockt. Es ist echt viel weniger als beim ersten Mal. Folgende Berechnungsgrundlagen waren mir schon klar, aber wenn man es nun schwarz auf weiß liest, wird es trotzdem erst real:

„Der Bemessungszeitraum für die Berechnung des Elterngeldes sind die letzten gearbeiteten 12 Monate.“

Bei uns war es so, dass wir das erste Kind mit 2,5 Jahren in den Kindergarten gegeben haben. Ich selbst habe nach 2 Jahren Elternzeit wieder 40 % gearbeitet. Mittags habe ich mich um die Betreuung unseres Kindes gekümmert. Ich habe also 12 Monate nur 40 % verdient. Darauf wurde nun das neue Elterngeld berechnet. Sprich: Fast 50 % weniger, als das Elterngeld für’s erste Kind damals war…

„Paare, die ihre Kinder sehr kurz hintereinander bekommen, haben also Vorteile. Warten sie länger als zwei Jahre, bleibt ihnen mangels eines berücksichtigungsfähigen Einkommens in der Regel nur der Mindestsatz.“

Hätte ich also gleich nach der ersten Elternzeit eine weiter Elternzeit angeknüpft, wären für das Elterngeld die 12 Monate berechnet worden, in denen ich noch voll (100%) gearbeitet hatte.

Man wird also schlechter behandelt, wenn man nach der Elternzeit versucht wieder etwas Fuß im Job zu fassen?! Und gleichzeitig versucht, seinem kleinen Kind keinen ganzen Tag in einer Kinderbetreuungseinrichtung zuzumuten?! (Ich muss mich grad schon wieder aufregen…)

Wir haben es zuhause sehr genossen, die Betreuung des kleinen Mannes beide abwechselnd wahrzunehmen. Mein Mann und ich haben beide in Teilzeit gearbeitet. Es war alles sehr ausgewogen und entspannt. Wir glauben, dass diese Art von Erziehung für alle Beteiligten von großem Vorteil ist. (Außer eben für meine Berechnung des Elterngeldes für Kind 2).

Wer hierzu eine andere Meinung hat: Gerne, lasst mich davon wissen! Zum Glück bin ich nicht alleinerziehend und kann mir unseren Lebensstandard – dank meines Mannes – auch in dieser Elternzeit weiterhin leisten. Es gibt mit Sicherheit aber Muttis, die sehr verzweifelt sind, wenn sie den Brief von der Familienkasse mit der Elterngeldberechnung aufmachen …

4 Kommentare

  1. Das Elterngeld ist echt noch ausbaufähig, gerade im Hinblick auf die zweiten, dritten Kinder.
    Dennoch können wir früh sein, das es das Elterngeld überhaupt gibt. Vor 2007 gab es nämlich gar nichts…….

  2. Genau so ist es. Ich werde, auch wenn unsere Tochter mit 2,5 Jahren in die Betreuung geht, nicht mehr Vollzeit arbeiten können und dann beim nächsten Kind Wohl oder Übel mit viel weniger Elterngeld auskommen müssen 😒

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