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Das Pfälzer Acker-Gold: Die Grumbeere

Als „Beehler Mädel“ (ich bin im Vorderpfälzer Dorf Böhl aufgewachsen) waren in unserem Haushalt eigentlich immer genügend Grumbeere oder hochdeutsch Kartoffeln da. „Holschd noch ä paar Grumbeere hoch?“ war ein oft gehörter Satz meiner Mama. Die Grumbeere lagerten im kühlen Keller in einer großen selbstgebauten Holzkiste. Die Kiste war oben offen, dort hinein wurden die neuen Kartoffeln aus dem Grumbeersack geleert. An der Vorderseite gab es unten einen Schlitz, durch den die Kartoffeln zum Herausnehmen kullerten.

Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Gequellte, Kartoffelstambes, Rösti,… wenn ich mich zurück erinnere, waren wirklich oft Kartoffeln auf dem Tisch 😉 Sie gehörten einfach zu einem guten Essen dazu.

Wusstet ihr, dass jährlich über 100.000 Tonnen Frühkartoffeln auf den Äckern der Vorderpfalz geerntet werden? Hier im Südwesten ist übrigens das größte zusammenhängende Frühkartoffel-Anbaugebiet in Deutschland. Gerade jetzt gehts wieder los: Die Frühkartoffeln werden geerntet. Sie haben die Besonderheit, dass die Schale noch so dünn ist, dass man sie einfach mitessen kann. Darunter verstecken sich ja bekanntlich die meisten Vitamine.

Die Erzeugergemeinschaft Pfälzische Früh-, Speise- und Veredlungskartoffel stellt auf ihrer Website übrigens ein tolles Angebot für Kinder zur Verfügung. Dort gibts Rezepte, Infos zum Wachstum, Mitmachaktionen, Lehrmaterial (für die Erwachsenen), und die Möglichkeit einen Ernährungsführerschein zu erwerben.

So wie es in meiner Kindheit war, so ist es nun auch in meinem Haushalt: Es gibt oft Grumbeere zu essen. Sehr leckere und einfache Kinderrezepte hat mir die liebe Charlotte, Foodbloggerin aus Neustadt, entwickelt. Ihren ganzen Blog lest ihr hier und auch auf Instagram unter lotteliebtlecker.

Quarkkeulchen

mehligkochende Kartoffeln
250 g Magerquark
50 g Weizenmehl + Mehl zum Wälzen
25 g Zucker
1 Eigelb
1 Prise Salz
Zitronenabrieb
Zum Ausbacken Butterschmalz.

Kartoffeln abkochen und leicht warm durch die Presse drücken. Dann mit allen übrigen Zutaten zusammen verkneten. Kleine Taler formen und in Butterschmalz von beiden Seiten ausbacken. Tipp: Für eine ganz fixe Reste-Idee verarbeite ich hier gekochte Kartoffeln vom Vortag, die ich in kleine Würfelchen schneide und nur leicht zerdrücke. Die Konsistenz ist dann etwas stückiger und erinnert ein bisschen an Reibekuchen.

Saure Petersilie-Rahm-Kartoffeln

1 kg festkochende Kartoffeln
2 Prisen Salz
50 g Butter
2 EL Mehl
250 ml Milch
500 ml Gemüsebrühe
250 ml süße Sahne Petersilie, fein gehackt

Kartoffeln abkochen und schälen, in Würfel oder Scheiben schneiden (so, wie man es eben lieber mag). Aus der Butter und dem Mehl eine Mehlschwitze herstellen und mit Gemüsebrühe unter ständigem Rühren ablöschen. Dann die Sahne zugeben und gut verrühren. Kartoffeln und einen Teil der Petersilie zugeben. Vor dem Servieren noch einmal mit Petersilie bestreuen. 
Tipp: Wer Kalorien sparen will, kann auch Vollmilch nehmen, wer die Speise ein bisschen kalorisch anreichern möchte, kann einen Teil der Gemüsebrühe durch Sahne ersetzen, dann wird es noch cremiger. Wenn das Kind keine Petersilie mag, wird diese komplett erst beim Anrichten zugegeben.

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